Ich habe die Orientierung verloren. Ich weiß nicht mehr wer ich bin.
Mein Leben verschwindet in einem Strudel verwischter Erinnerungen, Lügen.
Ich bin nicht der, der ich war, war es nie.
Wer bin ich?
Der Bastard meiner Mutter?
Mein Leben, mein wahre Herkunft ein Geheimnis, das sie nicht einmal meinem Vater anvertraut hat.
Was ist nur aus uns geworden?
Oder sind wir schon immer so gewesen und ich habe es nur nicht sehen wollen?
Ein loser Verbund Fremder, die zufällig zusammen lebten, die vorgaben eine Familie zu sein.
Seit Marie Sols Tod scheint alles in Chaos zu versinken, ein dunkler Sog, der alles verschlingt und nichts als Trümmer zurück lässt.
Tränen rinnen über meine Wangen. Die getönten Scheiben meines Wagens verbergen sie vor den ständig starrenden Augen der Öffentlichkeit.
Vor H., vor Ryan, vor Doctor Price.
Ständig müssen sie Fragen stellen, mich bewerten, als wäre ich ein Neuling, als wäre die Kopfwunde nie verheilt.
Nur Calleigh ist anders. Sie war es.
Meine einzige Vertraute, von der ich hoffte dass sie mehr sein würde.
Diese verdammten Akten! Ich wünschte sie hätte sie nie gesehen!
Ich wünschte ich hätte nie etwas gesagt.
Nun meidet sie mich und ich bin wieder allein.
Ich fühle mich im freien Fall und niemand ist da, der mich halten kann: keine Therapeutin mehr, keine Familie, keine Freunde und vor allem nicht sie.
Ich wähle erneut die vertraute Nummer. Kein Laut außer dem monotonen Tuuut-tuuut des ungehört verhallenden Anrufs.
Die Kälte der Einsamkeit scheint die Temperatur in meinem Wagen unter den Gefrierpunkt zu senken.
Ich friere bei dreißig Grad im Schatten, als hätte Vergil mich in den neunten Höllenkreis geleitet und dort vergessen. Nun bleibt mir nur das bange Warten, bis ich endgültig verschlungen werde.
Ich wandere durch eine Welt, die mir zusehends fremd wird.
Gefangen in einer Wirklichkeit, in der nichts mehr wirklich scheint, in der der Boden jederzeit bersten kann und ich ins Nichts falle.
Oder bin ich der Fremde?
Unfähig zu erkennen, dass all dies‘ schon immer war, nur nicht ich. Erwacht aus einem langen Schlaf um zum ersten Mal zu erkennen.
Ich wünschte ich könnte mit jemandem darüber reden.
Ich wünschte ich könnte mit ihr darüber reden.
Calleigh.
Ich vermisse sie, ihr Lächeln, das ansteckende Lachen, ihren Geruch, einfach alles.
Ich wünschte ich könnte die Zeit zurück drehen und alles wäre wie zuvor.
-Ende-
Hinweise:
Episoden: And how does that make you kill?, The Deluca Motel, And they’re offered
season: 7
season: 7
Zusammenfassung des Autoren zum Kapitel:
Alle Charaktere und sämtliche Rechte gehören Anthony E. Zuiker, Ann Donahue, Carol Mendelsohn, CBS Studios, RTL Television.
Diese Fanfiction wurde nur zur Unterhaltung geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
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